Ein Blick über den großen Teich

Von Weltenbaum zu Weltenbaum

300 n. Chr., als die Germanen noch durch wildwuchernde Wälder streiften, beginnt in den Regenwäldern Mittelamerikas die Blütezeit der Maya-Kultur. Verblüffend sind die Übereinstimmungen im kosmischen Weltbild der beiden Kulturen:

Bei den Germanen steht die Weltesche Yggdrasil als Stütze im Mittelpunkt der Welt, bei den Maya der Weltenbaum Wacah Chan. In der Krone von Yggdrasil nistet ein Adler, im Wipfel des Weltenbaums der Maya finden wir den Himmelsvogel Itzamna. Beide Bäume wurzeln in einer dunklen Unterwelt.

Grabplatte von Palenque mit einer Darstellung des Weltenbaums der Maya

Ab etwa 750 n. Chr. hörte die Bautätigkeit der Maya langsam auf. Über die Ursachen haben Forscher nur Vermutungen (Dürreperioden, schwindende Königsmacht). Nach und nach wurden die Städte verlassen und der Urwald breitete sich über die Tempelanlagen aus. Dafür entstand weiter nördlich das Reich der Tolteken und später schließlich das der Azteken.

Gerüchte über Gold lockten im 16. Jh. spanische Abenteurer nach Amerika. Sie unterwarfen die Azteken und in Südamerika die Inka. Ihre Berichte über diese Kulturen gerieten bald in Vergessenheit. 300 Jahre später lockten erneut Gerüchte Europäer in die Regenwälder Amerikas – diesmal über geheimnisvolle Tempelruinen und überwucherte Städte. Die Wiederentdeckung und Erforschung des alten Amerikas begann.

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Plakat über altamerikanische Kulturen

Religion, Schrift, Kalender und Gründungsmythen der wichtigsten altamerikanischen Kulturen werden auf diesem Plakat vergleichend vorgestellt.

Plakatgröße: 70 x 50 cm
Preis: 10,00 Euro zzgl. Versand

Hängeleisten (auf Wunsch): 3,00 Euro
Rollenversand innerhalb Deutschlands: 5,40 Euro

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